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· 5 Lesedauer ·Darwin Daume

Die offizielle pvnode-Integration für Home Assistant ist da

Prognosen je Anlage und Dachfläche, Kurve im Energy-Dashboard, Einrichtung über HACS in zwei Schritten - und ein Abrufverhalten, das sich selbst um Ihren Plan kümmert.

Die offizielle pvnode-Integration für Home Assistant ist da

Wer seine PV-Anlage mit Home Assistant betreibt, orchestriert dort ohnehin schon Wallbox, Wärmepumpe, Speicher und Hausgeräte. Was für gute Entscheidungen fehlt, ist die Frage: Wie viel Sonne kommt in den nächsten Stunden? Genau dafür gibt es jetzt die offizielle pvnode-Integration. Sie nutzt die V2-API, legt je Anlage und je Dachfläche ein Gerät an und versorgt das Energy-Dashboard.

TL;DR

  • Einrichtung in zwei Schritten: API-Schlüssel einfügen, Anlage aus einer Liste wählen. Es gibt nichts weiter einzustellen.
  • Über 20 Sensoren je Anlage, dazu eigene Untergeräte je Dachfläche - inklusive Clearsky-Referenz, Wetter- und Einstrahlungsdaten.
  • Abrufe steuert die Integration selbst: Sie fragt genau dann ab, wenn eine neue Berechnung vorliegt, und übersteht einen Neustart ohne einen einzigen zusätzlichen Abruf.
  • Umstieg von Forecast.Solar ist mit einer Mapping-Tabelle in wenigen Minuten erledigt.

1. Installation über HACS

Die Integration ist noch nicht Teil des HACS-Standardkatalogs und wird deshalb als benutzerdefiniertes Repository hinzugefügt:

  1. HACS installieren, falls noch nicht vorhanden.
  2. HACS → Integrationen → ⋮ → Benutzerdefinierte Repositories
  3. https://github.com/darwindaume/ha-pvnode mit der Kategorie Integration hinzufügen.
  4. pvnode installieren, danach Home Assistant neu starten.

Wenn Sie My Home Assistant eingerichtet haben, öffnet dieser Knopf das Repository direkt in Ihrer Instanz:

In Home Assistant öffnen

Lieber manuell? Kopieren Sie custom_components/pvnode aus dem Repository in Ihr Verzeichnis config/custom_components/ und starten Sie neu. HACS ist nur der bequeme Weg - und der, der Sie über Updates informiert.

2. Einrichtung

  1. Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen → pvnode
  2. API-Schlüssel einfügen (hier erzeugen).
  3. Anlage aus der Liste wählen. Bei nur einer Anlage entfällt der Schritt.

Das war es. Standort, Ausrichtung und Modulflächen haben Sie in pvnode bereits konfiguriert, die Integration zieht sich alles über die site_id. Für jede weitere Anlage fügen Sie die Integration erneut hinzu.

Was danach in Home Assistant liegt

Jede Anlage wird ein Gerät, jede Dachfläche ein eigenes Untergerät.

Auf Anlagenebene bekommen Sie die Leistungsprognose für den laufenden 15-Minuten-Slot sowie für die nächsten 30 Minuten und die nächste Stunde, Spitzenleistung heute und morgen samt Uhrzeit, die Energieprognose für heute, morgen und die folgenden Tage, den Restertrag für heute sowie die Energie für diese und die nächste Stunde. Dazu Temperatur und Wettercode für den Standort.

Standardmäßig deaktiviert, aber im Entity-Register einzeln aktivierbar: Windgeschwindigkeit, relative Luftfeuchte, Niederschlag, Schneewasseräquivalent sowie Global-, Diffus- und Direktstrahlung. Je nach Plan kommen Leistung und Energie zusätzlich als (min)/(max)-Paar - das Unsicherheitsband, das Sie in Automationen als Risikopuffer nutzen können.

Je Dachfläche gibt es die aktuelle Leistungsprognose, die Energieprognose für heute und morgen sowie die Einstrahlung in Modulebene vor und nach Verschattung. Für Ost/West-Anlagen ist das der eigentliche Gewinn: zwei getrennte Kurven statt einer gemittelten.

Drei Diagnose-Sensoren zeigen, wann die Prognose berechnet wurde, wann die nächste Aktualisierung ansteht und wie viele Abrufe Ihnen bleiben. Der Abrufzähler gilt kontoweit, nicht pro Anlage.

Prognose im Energy-Dashboard

pvnode kann die Prognosekurve für ein Solarpanel im Energy-Dashboard liefern:

  1. Einstellungen → Dashboards → Energie
  2. Unter Solarpaneele Ihren Erzeugungssensor hinzufügen.
  3. Bei Prognose pvnode auswählen.

Voraussetzung ist ein echter Erzeugungszähler, typischerweise von Ihrem Wechselrichter. Das Energy-Dashboard verlangt für "Solarproduktion" einen aufsummierenden Energiesensor (state_class: total oder total_increasing) - eine Prognose ist kein Zähler und kann dieses Feld nicht füllen.

Danach erscheint die Prognose als Kurve über der tatsächlichen Erzeugung. Sie wird bei jedem Seitenaufruf live geholt und nicht historisiert: Im Rückblick sehen Sie also immer die aktuelle Prognose, nicht die von damals.

Prognosekurve als Diagramm

Home Assistant bringt keine eingebaute Karte für Prognosekurven mit. Der übliche Weg dafür ist die ApexCharts-Karte aus HACS. Jeder Leistungssensor trägt seine vollständige Zeitreihe im Attribut forecast, das Diagramm baut sich also direkt aus dem Sensor.

Ersetzen Sie sensor.meine_anlage_... durch Ihre Entity-IDs, zu finden unter Entwicklerwerkzeuge → Zustände mit dem Filter pvnode:

type: custom:apexcharts-card
graph_span: 2d
span:
  start: day
now:
  show: true
  label: Jetzt
header:
  show: true
  title: PV-Prognose
series:
  - entity: sensor.meine_anlage_clearsky_leistung_aktuell
    name: Clearsky
    type: area
    opacity: 0.15
    stroke_width: 1
    color: "#cccccc"
    data_generator: |
      return entity.attributes.forecast.map((e) => {
        return [new Date(e.datetime).getTime(), e.watts_clearsky];
      });
  - entity: sensor.meine_anlage_leistungsprognose_aktuell
    name: Prognose
    type: area
    opacity: 0.4
    stroke_width: 2
    data_generator: |
      return entity.attributes.forecast.map((e) => {
        return [new Date(e.datetime).getTime(), e.watts];
      });

Die graue Fläche ist der Clearsky-Verlauf, die farbige die tatsächliche Prognose. Der Abstand dazwischen ist der erwartete Verlust durch Bewölkung.

Umstieg von Forecast.Solar

Wer bereits Forecast.Solar nutzt, entfernt die Integration zuerst, richtet dann pvnode ein und passt seine Automationen an. Forecast.Solar vergibt feste Entity-IDs, Sie können also im YAML danach suchen. Bei pvnode wird die Entity-ID aus Ihrem Anlagennamen gebildet - aus "Haus Nord" wird etwa sensor.haus_nord_energieprognose_heute.

Forecast.Solar - Entity-ID pvnode - Sensorname
sensor.energy_production_today Energieprognose heute
sensor.energy_production_tomorrow Energieprognose morgen
sensor.energy_production_today_remaining Restertrag heute
sensor.power_production_now Leistungsprognose aktuell
sensor.power_production_next_hour Leistungsprognose in 1 Stunde
sensor.power_highest_peak_time_today Zeitpunkt der Spitzenleistung heute
sensor.power_highest_peak_time_tomorrow Zeitpunkt der Spitzenleistung morgen
sensor.energy_current_hour Energie diese Stunde
sensor.energy_next_hour Energie nächste Stunde

Zusätzlich bekommen Sie Werte, für die es vorher keine Entsprechung gab: Clearsky-Leistung und -Energie, Wetter- und Einstrahlungsdaten, eigene Sensoren je Dachfläche und - je nach Plan - das Unsicherheitsband.

Ein Detail nicht vergessen: Die Prognosequelle im Energy-Dashboard müssen Sie einmal neu auswählen. Sie hängt am Config-Entry, nicht an den Entitäten.

Warum es kein Abrufintervall zum Einstellen gibt

Dank einiger Neuerungen der API kann die Home Assistant Integration selbstständig erkennen, wie viele Updates Ihnen pro Tag zur Verfügung stehen. Der Zeitplan zum Abfragen wird dadurch automatisch festgelegt.

Wenn Sie den Plan wechseln, stellen sich Prognosehorizont und Unsicherheitsband beim nächsten Abruf von selbst um. Die Bandsensoren erscheinen dabei nach dem ersten Prognose-Update, nicht sofort. Wer nicht warten will, drückt "Prognose jetzt aktualisieren" am pvnode-Gerät. Home Assistants eigenes Neu laden hilft hier nicht: Es greift bewusst auf die gespeicherte Prognose zurück, solange die noch aktuell ist.

Loslegen

Jeder neue Account startet mit einem 14-tägigen Trial ohne Kreditkarte: 144 Prognose-Updates pro Tag, 7 Prognosetage, Unsicherheitsband und bis zu 8 Solarflächen. Damit können Sie die Integration vollständig testen, bevor Sie sich für einen Plan entscheiden.

Account anlegen, Anlage konfigurieren, API-Schlüssel erzeugen - und die Prognose steht in Home Assistant. Die vollständige Dokumentation finden Sie hier.

Feedback nehmen wir gerne über den Feedback-Button im Dashboard oder als Issue im Repository entgegen. Und wenn Sie ein schönes Dashboard oder eine clevere Automation auf Basis der pvnode-Sensoren gebaut haben: Zeigen Sie es uns, wir teilen die besten Beispiele gerne mit der Community.